Gelenkknorpelschäden

Balett  

Liebe Patientin, lieber Patient,

Sie haben Schmerzen beispielsweise im Knie, Sprunggelenk oder der Schulter - ein Knorpeldefekt ist diagnostiziert? Dieser kann sich jedoch in der Regel nicht von selbst regenerieren und sollte frühzeitig behandelt werden. Geschieht dies nicht, drohen weit reichende Folgeschäden, beispielsweise eine verfrühte Arthrose oder final ein künstliches Gelenk.
Um Ihre eingeschränkte Beweglichkeit zu verbessern und Sie von Ihren Schmerzen zu befreien, gibt es nur wenige operative Möglichkeiten.

 

 

Was ist der Gelenkknorpel?

Der Gelenkknorpel ist ein druckfestes Bindegewebe, das die Gelenkflächen der Knochen überzieht und für reibungsarme Bewegungsabläufe verantwortlich ist. Dabei wirkt er wie ein schützender Stoßdämpfer, der täglich durch das Vielfache des eigenen Körpergewichts belastet wird. Der gesunde Gelenkknorpel - der so genannte hyaline Knorpel - besteht neben Wasser größtenteils aus Strukturproteinen wie z.B. Kollagen und Aggrekan. Knorpel ist im Vergleich zu anderen Geweben sehr zellarm und nicht durchblutet.
Verletzungen oder krankheitsbedingte Veränderungen des Gelenkknorpels heilen daher in der Regel nicht von selbst.

 
Fechten

Wie kommt es zu einem Knorpelschaden?

Sie entstehen spontan oder schleichend über Jahre hinweg. Alleine am Kniegelenk erleiden jährlich über 5 Millionen Patienten einen Knorpelschaden. Auch andere Gelenke wie die Schulter oder das Sprunggelenk können betroffen sein.
Erkrankungen wie die Osteochondrosis Dissecans können zu einer Ablösung ganzer Knochen-Knorpel Fragmente führen. Insbesondere bei jungen, sportlich aktiven Menschen führen Fehlbelastungen und Unfälle zu Schädigungen, die sich unbehandelt drastisch verschlimmern können.
Bei degenerativ bedingten Knorpelschäden wie der Arthrose wird die Knorpeloberfläche im Verlauf der Erkrankung immer weiter abgetragen bis der Knochen freiliegt. Ist dieses Stadium großflächig erreicht, kann nur noch ein künstlicher Gelenkersatz die Beweglichkeit des Gelenks erhalten.